Auftragsverarbeitungsvertrag
Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO zwischen dem Ausbildungsbetrieb und azuKI. Stand: 18. September 2026
1. Parteien und Rollenverteilung
Verantwortlicher ist der Ausbildungsbetrieb, der azuKI einsetzt, um die Ausbildungsnachweise seiner Auszubildenden zu prüfen, freizugeben und zu überblicken. Er entscheidet über Zwecke und Mittel dieser Verarbeitung.
Auftragsverarbeiter ist Kerem Sinecek (KSTAQ), Eugen-Richter-Straße 11k, 44359 Dortmund, Deutschland, kontakt@azu-ki.de.
Nutzt eine Person azuKI ohne Betrieb, also mit einem eigenen privaten Konto, ist azuKI für diese Verarbeitung selbst Verantwortlicher. Dafür gilt nicht dieser Vertrag, sondern die Datenschutzerklärung.
2. Zustandekommen
Dieser Vertrag wird mit der Anmeldung des Betriebs geschlossen: Der Ausbilder bestätigt ihn im Anmeldeformular ausdrücklich, der Zeitpunkt der Bestätigung wird gespeichert. Auf Wunsch stellen wir zusätzlich eine unterschriebene Fassung aus — eine formlose Nachricht an kontakt@azu-ki.de genügt. Es gilt die jeweils bei Vertragsschluss veröffentlichte Fassung; wesentliche Änderungen kündigen wir mit angemessener Frist an.
3. Gegenstand, Dauer und Zweck
Gegenstand ist das Bereitstellen und Betreiben von azuKI als Werkzeug zur Führung, Prüfung und Freigabe von Ausbildungsnachweisen. Die Verarbeitung dauert so lange, wie der Betrieb azuKI nutzt, und endet mit der Beendigung des Nutzungsverhältnisses.
Verarbeitet wird zu folgenden Zwecken:
- Konten der Auszubildenden und Ausbilder anlegen und verwalten,
- Tagesnotizen speichern und daraus Wochenberichte formulieren,
- Berichte prüfen, kommentieren und freigeben,
- Prüfungsaufgaben erzeugen und bewerten,
- Erinnerungen und servicebezogene E-Mails versenden,
- Abrechnung der gebuchten Plätze.
4. Art der Daten und betroffene Personen
Verarbeitet werden:
- Stammdaten: Name, E-Mail-Adresse, Username, Anmeldeanbieter und Anbieter-ID, Rolle, Zuordnung zum Betrieb,
- Ausbildungsdaten: Ausbildungsberuf, Ausbildungsjahr, Zeiträume, Abwesenheiten, Schulnoten, sofern eingetragen,
- Inhaltsdaten: Tagesnotizen, Aufgaben, Termine, erzeugte Wochenberichte, Kommentare und Freigaben, Prüfungen und deren Bewertung,
- Nutzungsdaten: Anmeldezeitpunkte, technische Protokolldaten, IP-Adresse,
- Abrechnungsdaten: Kundennummer und Abonnementdaten des Zahlungsdienstleisters, Beträge und Laufzeiten.
Betroffene Personen sind die Auszubildenden des Betriebs sowie dessen Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte. Besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO sind nicht Gegenstand der Verarbeitung; der Verantwortliche wirkt darauf hin, dass solche Daten nicht eingegeben werden. Auszubildende sind häufig minderjährig — der Verantwortliche stellt sicher, dass die Nutzung im Rahmen des Ausbildungsverhältnisses zulässig ist.
5. Weisungen des Verantwortlichen
Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im Gebiet der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums, soweit nicht in Anlage 2 etwas anderes ausgewiesen ist. Weisungen erteilt der Verantwortliche in Textform an kontakt@azu-ki.de. Einzelne Einstellungen — etwa Branding, Plätze oder Freigabe-Regeln — gelten mit ihrer Vornahme in der Anwendung als Weisung.
6. Pflichten des Auftragsverarbeiters
- Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen und nur im Rahmen dieses Vertrags. Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für rechtswidrig, teilt er dies mit und darf die Ausführung aussetzen.
- Mit der Verarbeitung befasste Personen sind zur Vertraulichkeit verpflichtet.
- Der Auftragsverarbeiter trifft die in Anlage 1 beschriebenen technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO und hält sie auf einem dem Risiko angemessenen Stand.
- Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei der Beantwortung von Anfragen betroffener Personen (Art. 15 bis 22 DSGVO). Für Auskunft und Löschung stehen in der Anwendung Selbstbedienungsfunktionen bereit, die jede betroffene Person unmittelbar nutzen kann.
- Der Auftragsverarbeiter meldet dem Verantwortlichen eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich nach Kenntniserlangung, spätestens innerhalb von 48 Stunden, und stellt die zur Meldung nach Art. 33 DSGVO erforderlichen Angaben bereit.
- Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei einer Datenschutz-Folgenabschätzung und bei der Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde.
- Nach Beendigung des Vertrags werden die Daten nach Wahl des Verantwortlichen gelöscht oder zurückgegeben, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
- Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen die zum Nachweis der Einhaltung erforderlichen Informationen zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen. Überprüfungen werden mit angemessener Vorankündigung und ohne Beeinträchtigung des Betriebs durchgeführt.
7. Unterauftragsverarbeiter
Der Verantwortliche stimmt dem Einsatz der in Anlage 2 genannten Unterauftragsverarbeiter zu. Ein Wechsel oder eine Ergänzung wird mit angemessener Frist angekündigt; der Verantwortliche kann aus wichtigem Grund widersprechen. Mit jedem Unterauftragsverarbeiter werden Verpflichtungen vereinbart, die diesem Vertrag entsprechen.
8. Haftung
Die Haftung richtet sich nach Art. 82 DSGVO und im Übrigen nach den Nutzungsbedingungen. Für Schäden, die durch eine rechtswidrige Weisung des Verantwortlichen entstehen, haftet der Verantwortliche.
Anlage 1 — Technische und organisatorische Maßnahmen
Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, Stand der Veröffentlichung dieser Fassung:
Zugriff auf die Anwendung nur über persönliche Konten. Passwörter werden ausschließlich als kryptografischer Hash gespeichert, niemals im Klartext. Alternativ Anmeldung über Google oder Microsoft. Sitzungen laufen über signierte Tokens (HS256).
Rollen- und mandantenbasierte Trennung: Auszubildende sehen ausschließlich ihre eigenen Daten, Ausbilder ausschließlich die Auszubildenden ihres Betriebs. Jede Datenbankabfrage ist auf Konto beziehungsweise Betrieb eingegrenzt. Das interne Verwaltungswerkzeug ist einem gesonderten Master-Recht vorbehalten.
Alle Verbindungen zur Anwendung laufen über HTTPS. Die Verbindung zur Datenbank ist TLS-verschlüsselt und wird von der Datenbank ohne TLS nicht angenommen.
Änderungen an Berichten und Freigaben werden mit Zeitstempel geführt. Vor jeder Schemaänderung wird ein Datenbank-Backup angelegt. Serverseitige Fehler werden strukturiert protokolliert und lassen sich über eine Vorgangsnummer der jeweiligen Anfrage zuordnen.
Anmeldung, Passwort-Zurücksetzen und die KI-Funktionen sind mit Zählern gegen automatisierte Massenzugriffe abgesichert. Die Zähler gelten instanzübergreifend.
Produktions- und Entwicklungsdaten liegen in getrennten Datenbanken. Für die Entwicklung werden keine Produktionsdaten verwendet.
Anlage 2 — Unterauftragsverarbeiter
Hosting und Ausliefern der Anwendung, Server-Logs
Ort der Verarbeitung: USA, mit Standardvertragsklauseln des Anbieters
Datenbank mit Konto-, Notiz- und Berichtsdaten
Ort der Verarbeitung: Deutschland
Formulieren der Wochenberichte und Prüfungsinhalte aus den Eingaben. Kein Training auf den übermittelten Daten (Widerspruch für unser Konto erklärt). Eigene Unterauftragsverarbeiter des Anbieters: Mistral Compute, Microsoft, Google und CoreWeave
Ort der Verarbeitung: Frankreich, Schweden, Norwegen, Niederlande, Belgien (EWR)
Versand der Service-E-Mails (Amazon SES)
Ort der Verarbeitung: EU (Region Europa)
Zahlungsabwicklung der kostenpflichtigen Tarife
Ort der Verarbeitung: Irland (EU)
Produktanalyse, nur nach Einwilligung der betroffenen Person
Ort der Verarbeitung: Niederlande (PostHog Cloud EU)
Google Ireland Limited und Microsoft Ireland Operations Limited sind keine Unterauftragsverarbeiter: Wer sich über Google oder Microsoft anmeldet, nutzt dort seinen eigenen Zugang, und wir erhalten lediglich die zur Anmeldung nötigen Profildaten.